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Am Anfang war die Dolde…

Hopfen zählt zur Familie der Hanfgewächse (Cannabinaceae) – das ist doch schon mal sympathisch! Noch sympatischer am Hopfen ist, dass die männlichen Pflanzen nicht zu gebrauchen sind (außer zur Besamung, wenn man diese wünscht…) und daher die Männer in ordentlichen Hopfengärten nichts zu suchen haben! (In England siehts ein bisschen anders aus, aber dazu später…)

Die Hopfendolde, also die Frucht der weiblichen Hopfenpflanze, kann man durchaus als Krönung der Schöpfung ansehen, nicht nur optisch und ästhetisch, sondern auch inhaltlich! Denn in den Dolden ist alles drin, was uns glücklich macht (uns Brauer/innen zumindest). Bis zu 20% Alphasäuren, bis über 10% Betasäuren, bis über 3% Hopfenöle und bis zu 5% Polyphenole. Der Rest sind Lipide, Proteine, Zellulose, Monosaccharide, Pektine, Mineralien und … Wasser.
Hopfen braucht viel Licht, bis zu 18 St/Tag, ein gemäßigtes Klima (warm und feucht). Die Vegetationsperiode ist von April bis September, außer man tummelt sich auf der Südhalbkugel, dort wächst der Hopfen von Oktober bis März. Im Uhrzeigersinn schlängelt er sich an Drähten oder Schnüren in schwindelerregende Höhen. Das macht er auf der Nordhalbkugel genauso wie auf der Südhalbkugel, denn die benutzen ja schliesslich die gleich Uhr wie wir…
Geschmack und Aroma im Bier werden von den Bittersäuren (vornehmlich den Alphsäuren) und den HOPFENÖLEN, aber auch den Polyphenolen beeinflusst. Der Geschmack- und Aromaeinfluss im Bier hängt maßgeblich von folgenden Faktoren ab:
  • Welche Hopfensorte(n) verwende ich?
  • In welcher Form verwende ich diese Sorte(n)?
  • Wann (genau) gebe ich wieviel Hopfen im Sudhaus bzw. im Kaltbereich zu und wie mache ich das?
  • Wie sieht meine Würzekochung aus, wie meine Whirlpoolrast, wie meine Filtration(en)…
  • Wie findet es die Hefe, dass ich soviel Hopfen vor bzw. nach der Gärung ins Bier gebe, und wie gehts der Hefe eigentlich im Allgemeinen?
  • Wie gut habe ich den Sauerstoff in der Bierherstellung unter Kontrolle?
  • Woraus besteht der Rest meines gerade gebrauten Bieres (welche Malze, welcher Biertyp)?
  • Wie gut ist mein Bier in Flaschen bzw. Kegs geschützt for Temperatur und Licht
  • und natürlich…wie gut schmecke ICH eigentlich die Hopfeninhaltstoffe im Bier?

Beitragsbild aus Malting and Brewing Science 2nd Edition

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2 Antworten to “Am Anfang war die Dolde…”

  1. Hello, I think your blog might be having browser compatibility issues. When I look at your blog site in Ie, it looks fine but when opening in Internet Explorer, it has some overlapping. I just wanted to give you a quick heads up! Other then that, amazing blog!

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